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Spielzeughersteller Mattel präsentiert kahlköpfige Barbie-Puppe

April 2012/01

Manche mögen es für eine gute Idee halten, andere werden sich kopfschüttelnd abwenden. Die Rede ist von der neuesten Kreation des Barbie-Herstellers Mattel. Dieser wird in den nächsten Wochen mit einem besonderen Barbie-Modell auf den Markt kommen, einer Puppe völlig ohne Haare.

Die Barbie-Puppe wird den Namen „Barbies Freundin“ tragen und kann wahlweise mit verschiedenen Perücken, Hüten und anderen Kopfbedeckungen versehen werden. Der Hintergrund: In einer Aufsehen erregenden Aktion machten Nutzer des sozialen Netzwerks Facebook den Hersteller darauf aufmerksam, dass dieser unbedingt eine spezielle Puppe für krebskranke Kinder entwickeln solle. Da die meisten Kinder, die an Krebs erkrankt sind und in der Folge eine Chemotherapie benötigen, ihr komplettes Haarkleid verlieren, sollte für diese auch eine angemessene Puppe zum Spielen verfügbar sein. Eine Puppe mit vollem Haarkleid könnte in diesem Fall dafür sorgen, dass das krebskranke Kind sich in der Gesellschaft benachteiligt fühlt und seine Krankheit somit noch schwerer annehmen kann, als dies ohnehin schon ist.

Es waren schließlich mehr als 150.000 Menschen - zum größten Teil aus den USA - die den Hersteller dazu animierten, eine kahlköpfige Barbie-Puppe, die trotz allem ein attraktives Äußeres aufweist, aufzulegen. Genau dieses Ansinnen hat Mattel nun in die Realität umgesetzt.

Allerdings wird die neue Puppe nicht im stationären Einzelhandel verfügbar sein. Der Hersteller wird sie direkt an Krankenhäuser und andere Pflegeeinrichtungen, welche auf die Behandlung krebskranker Kinder ausgerichtet sind, abgeben. In diesem Zusammenhang ist allerdings noch nicht endgültig geklärt, ob die Puppen kostenlos als Spende zur Verfügung gestellt werden, oder ob die Abnehmer zumindest die Material- und Herstellungskosten übernehmen müssen. Der Hersteller betont indes, aus der Produktion und dem Verkauf der Puppen keinen Profit schlagen zu wollen. Vielleicht wird das die erhitzten Gemüter der Menschen etwas beruhigen, die Mattel bereits vorwarfen, aus dem Leid von Kindern einen kommerziellen Vorteil herausziehen zu wollen.

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