R/C Modellbau

Wer hat als kleiner Junge nicht von einem ferngesteuerten Auto geträumt? Diese Spielzeuge bezeichnet man auch als R/C Modelle, wobei die Abkürzung „R/C“ für „Radio Controlled“ - also „funkferngesteuert“ steht. In den Anfangszeiten der Entwicklung solcher Modelle gab es jedoch auch vielfach Ausführungen, die nicht mit einer Funkfernsteuerung, sondern einer Fernsteuerung, die per Kabel am Fahrzeug befestigt ist, ausgestattet waren. Solche Modelle mit Kabelfernlenkung sind heute jedoch kaum noch im Handel erhältlich, da die Bauteile von Funkfernsteuerungen mit den Jahren immer billiger wurden.

Man muss heute grundsätzlich zwischen verschiedenen Klassen von R/C-Modellen unterscheiden. Es gibt im Handel einfache Plastikmodelle mit überschaubarem Elektronikaufwand, die vorrangig als Kinderspielzeuge dienen. In der Regel sind diese Modelle nicht besonders detailliert ausgeführt und verfügen über einfache, eher leistungsschwache Elektromotoren. Sie werden mit Batterien beziehungsweise Akkus betrieben und sind schon ab etwa zehn Euro im Handel erhältlich.

Auf der anderen Seite stehen die professionellen R/C-Modelle, mit denen sich vorrangig ältere beziehungsweise erwachsene Modellbauer beschäftigen. Auch hierbei muss wieder zwischen zwei Grundkategorien unterschieden werden. Es gibt Elektromodelle sowie Modelle mit Verbrennungsantrieb. Die Elektromodelle ähneln stark den zuvor beschriebenen Kinderspielzeugen, sind jedoch meist detaillierter ausgestaltet und mit einer wesentlich hochwertigeren Antriebstechnik ausgestattet. So kommen hier beispielsweise leistungsstärkere Elektromotoren, Lenkservos und Fernbedienungen mit vielen verschiedenen Kanälen und elektronischen Fahrreglern zum Einsatz. Solche Modelle können bemerkenswerte Geschwindigkeiten erreichen, kosten jedoch oft ein Mehrfaches einfacher Spielmodelle.

Die Königsklasse im R/C Modellbau sind jedoch seit vielen Jahren die Fahrzeuge mit Verbrennermotor. Sie sind, wie ihre großen Vorbilder auch, mit einem echten Motor versehen, der in der Regel mit Alkohol oder Leichtbenzin betrieben wird. Solche Verbrennermodelle gibt es sowohl als Komplettbausatz zu kaufen als auch im Form von einzelnen Komponenten. Diese finden meist im semi-professionellen beziehungsweise professionellen Bereich Anwendung. Hierbei erwirbt der Modellbauer beispielsweise das Chassis, die Karosserie, den Motor sowie die Technik der Fernsteuerung jeweils als einzelne Komponenten und fügt diese anschließend selbst zusammen. Bezüglich des Maßstabs sind Verbrennermodelle meist etwas größer als die handelsüblichen Elektromodelle. Maßstäbe von 1:12 beziehungsweise 1:8 sind in diesem Bereich weit verbreitet. Ein solches Verbrennermodell ist recht kostspielig und kann mitunter mehrere Tausend Euro verschlingen. Oftmals werden Verbrennermodelle aufgebaut, um damit an Rennen teilzunehmen, die von Modellbauclubs und Interessengemeinschaften ausgetragen werden.

Egal, ob elektrischer Antrieb oder Antrieb per Verbrennungsmotor: Es gibt mittlerweile unzählige verschiedene Modelle auf dem Markt, neben den klassischen Automobilmodellen unter anderem auch Flugzeuge, Hubschrauber, Schiffe, Unterseeboote, Motorräder und vieles mehr. Hier sollte jeder sein bevorzugtes Modell finden.


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