Kinderknete – Kreativität spielend lernen

Dass jeder Mensch ein gewisses Maß an Kreativität in sich trägt, zeigt sich am ehesten im Kindesalter. In der Wachstumsphase von etwa 2 bis 8 Jahren ist sehr oft zu beobachten, dass Kinder verschiedene Gegenstände umfunktionieren. Aus einem großen Karton wird ein Piratenschiff, aus einer leeren Plastikflasche eine Rakete und aus Mamas Haarbürste das Mikrofon für den großen Auftritt. Mit Knete oder Knetmasse wird dieser schöpferischen Intelligenz ein zusätzlicher Schub verpasst und gleichzeitig die Motorik geschult.

Kinder lieben es zu matschen und auch Erwachsene sind davon nicht frei, was sich zum Beispiel daran zeigt das selbst im Zeitalter flächendeckender digitaler Unterhaltung immer auch irgendwo in der Nähe ein Töpferkurs angeboten wird. Es besitzt fraglos eine sinnliche Note, den feuchten Ton durch die Hände gleiten zu lassen. Dies gilt ebenso für die lieben Kleinen, wobei bei Ihnen vermutlich andere Sinne angesprochen werden.

Der Motorik zuliebe – Kinderknete ab zwei Jahren

Kleinkinder im Alter von zwei Jahren können mit Knete hervorragend die eigene Motorik trainieren. Es kann durchaus den Unterschied ausmachen, ob das Kind als Erwachsener eher mit zwei „linken“ Händen ausgestattet ist oder mit Werkzeug intuitiv umgehen kann. Knete ermöglicht es dem Kind, die sensorischen Fähigkeiten auszubauen. Die Erfahrungen aus dem Ertasten, dem Modellieren und dem Zerteilen sind wichtig, um ein Gefühl für Formen zu erhalten.

Ältere Kinder wiederum bilden beim Spiel mit Knete ihre Vorstellungskraft, ihre Wahrnehmung und ihre Kreativität aus. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei die dreidimensionale Erfassung eines Körpers in dem ihn umgebenden Raum. Das Kind lernt spielerisch die Verhältnismäßigkeit geometrischer Formen zueinander. Das kann später beispielsweise dabei helfen, beim Einparken den Abstand zu anderen Fahrzeugen oder der Garagenwand richtig einzuschätzen. Gerade heute, in einer Welt, in der viele sensorische Reize von einem eindimensionalen Display ausgehen, sollte ein Kind lernen, Abstrakt zu denken. Das hat nun nichts oder nur entfernt mit abstrakter Malerei zu tun. Abstraktes Denken ist eine der geistigen Leistungen, die den Menschen vom Tier unterscheidet. Vereinfacht ausgedrückt ist es die geistige Kraft, sich vorzustellen, wie das aussieht, was wir nicht sehen. Durch das Spiel mit der Knete und der Fertigung von Formen lernt das Kind, das alles auf der Welt mindestens zwei Seiten hat, auch wenn die eine gerade nicht sichtbar ist.

Kinderknete selber machen

Leider zeigen wiederholt durchgeführte Tests von Verbrauchermagazinen, dass der Handel mitunter Kinderknete anbietet, die teilweise mit Schadstoffen belastet ist. Das geht von Mineralöl bis hin zu Formaldehyd, wobei es aber auch immer löbliche Ausnahmen gibt.

Doch Kinderknete lässt sich ohne großen Aufwand leicht selbst herstellen. Dazu gibt es eine ganze Reihe von Rezepten. Ein sehr einfaches Rezept, dessen Zutaten zudem in jedem Haushalt vorhanden sind, sei an dieser Stelle einmal aufgeführt:

Benötigt werden:

Um die Geschichte etwas bunter zu gestalten, ist zudem Lebensmittelfarbe hilfreich, die zwar nicht zum üblichen Küchenmaterial zählt, aber problemlos in Drogerien oder in Bastelgeschäften erhältlich ist. Für die Konsistenz und die Funktionalität der Knete ist die Farbe nicht wichtig. Kinder jedoch lieben Farben, je bunter, desto besser.

Zubereitung der Knete:

Das Öl, das Salz und das Wasser in der Schüssel vermischen. Nun langsam das Mehl beigeben und unterkneten. Mit der Zeit entsteht eine wunderbare Kinderknete. Sollte es ihr noch etwas an Geschmeidigkeit fehlen, einfach noch ein paar Tropfen Öl hinzugeben. Wenn vorhanden, kann nun auch die Lebensmittelfarbe untergemischt werden. Eine solch einfach herzustellende Kinderknete, an deren Fabrikation die Kinder ruhig beteiligt werden dürfen, hält sich im Kühlschrank locker mehrere Monate. Sie ist absolut ungefährlich, selbst wenn das Kind im Spiel mal einen Apfel knetet und davon abbeißt. Das zeigt dem Kind dann auch gleich, dass der Schein trügen kann. Eine Erfahrung, die jeder früher oder später machen muss.

Februar 2019


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