Seiltanz, dass Spiel mit dem Gleichgewicht

Kleine Seiltänzer lernen, spielerisch ihr Gleichgewicht auf dem Seil zu beherrschen und haben auch noch viel Spaß dabei.

Die Schwerkraft zu überwinden, das ist ein Traum der Menschheit, der schon lange geträumt wird. So etwa im griechischen Mythos des Ikarus oder in den Zeichnungen Leonardo da Vincis. Zumindest ein klein wenig den Kräften der Erdanziehung trotzen Seiltänzer und dies auch schon seit langer Zeit. Bei Griechen wie Römern waren Seiltänzer anerkannte und geachtete Artisten, deren Kunstfertigkeit sogar auf Münzen verewigt wurde und auch heute geht vom Seiltanz eine Faszination aus, in der die Furcht vor dem Absturz und die Eleganz der Bewegungen gleichermaßen zum Tragen kommen.

Für Kinder ist der Seiltanz eine wunderbare spielerische Übung für den Gleichgewichtssinn und dazu noch völlig ungefährlich, denn als Spielzeug überspannt das Seil nicht etwa die Niagarafälle, sondern nur den heimischen Rasen und dies in einer Höhe, die jederzeit den schadlosen Absprung ermöglicht.

Was benötigen kleine Seiltänzer?

Zunächst einmal zwei stabile Befestigungspunkte. Das können zwei Bäume sein, die etwa 10 m auseinander stehen, es kann aber auch die Hauswand und vielleicht ein Baum oder auch die einbetonierte Stange einer Wäscheleine sein.

Der nächste Posten im Zubehör für Seiltänzer ist das Seil selbst. Profis nutzten früher Hanfseile, die heute kaum noch aufzutreiben und dazu recht teuer sind. Ein Drahtseil wiederum ist zu sperrig in der Handhabung und es sollte ja auch nicht der sprichwörtliche Drahtseilakt werden. Bleibt also nur die Kunstfaser, wobei hier zwischen statischen und dehnbaren Seilen unterschieden wird. Ein Seiltänzer benötigt ein statisches Seil, das nicht unter der Last nachgibt, beziehungsweise sich nicht dehnt. Diese Unterscheidung sollte nicht unterschätzt werden. Auch kleinere Kinder, die vielleicht nur 30 oder 40 kg wiegen, dehnen ein Seil selbst dann noch durch, wenn es sehr straff gespannt ist und eine gewisse Dehnfähigkeit besitzt. Die kostengünstigste Variante sind Seile aus Polypropylen, die nur wenig elastisch sind. Wer es etwas teurer, dafür sehr statisch möchte, greift zum Seil aus Kevlar.

Nun muss das Seil gespannt werden, und zwar richtig. Ein Seil, um darauf zu balancieren, nur mit Muskelkraft zu spannen, ist verlorene Liebesmüh. Auch wenn das Seil vorher geschlauft wird, um die Zugkraft über den Drehpunkt zu verdoppeln, reicht dies nicht aus, um das Gewicht eines Kindes und schon gar nicht eines Erwachsenen so zu tragen, das ein Balancieren möglich ist. Im besten Fall genügt dies, um eine Hängematte zu befestigen. Am ehesten für diese Arbeit geeignet ist ein Zurrgurt oder Abspanngurt. Dieser wird an einem Ende des Tanzseils befestigt und am anderen Ende um den jeweiligen Haltepunkt gewickelt. So kann über die Ratsche des Gurtes eine sehr hohe Seil-Spannung angelegt werden.

Der Tanz auf dem Seil kann beginnen

Kleine Seiltanzanfänger sollten in einer Höhe von vielleicht dreißig oder vierzig Zentimetern über dem Boden mit ihren ersten Schritten beginnen. Eine helfende Hand am Anfang erleichtert den Einstieg und später kann dann auch eine Balancierstange genutzt werden.

Aus sportlich-medizinischer Sicht ist der Seiltanz eine hervorragende Übung für das Gleichgewicht, aber ebenso für die Motorik, denn nicht nur die Füße müssen exakt koordiniert werden, auch die Arme und der Körper befinden sich in ständiger Bewegung, um sich auszubalancieren. Das ist durchaus anstrengend und kann mit anderen Sportarten verglichen werden, in denen gleichermaßen der volle Körpereinsatz gefragt ist.

Davon abgesehen, macht Seiltanz in ungefährlicher Höhe vor allem in der Gruppe Spaß, vielleicht als Spiel bei einer Geburtstagsparty im sommerlichen Garten.

Juli 2019


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