Neuigkeiten rund um Spielzeug und Spielwaren

Die Schlümpfe werden adoptiert und bekommen einen neuen Papa!

Wer kennt sie nicht mehr aus seiner Kindheit: die Schlümpfe. Die kleinen blauen Gesellen mit den weißen Zipfelmützen aus Schlumpfhausen begeistern Kinder (und oft auch Erwachsene) seit Generationen. Sogar Kinofilme gibt es mittlerweile über sie.

Schleich hatte in den 1950er-Jahren damit begonnen, Kunststoffteile herzustellen. Später verlegte man sich auf die Produktion von Spielzeugfiguren, vorzugsweise aus Hartgummi und verschiedenen Kunststoffen. Zunächst lief das Geschäft blendend, doch in den 70er- und 80er-Jahren begann der Niedergang des Unternehmens, woran auch die allerorten aufkommenden Videospiele ihren Anteil hatten. 1986 schließlich musste Schleich Konkurs anmelden und wurde schließlich von vier Gesellschaftern übernommen. In den 2000er-Jahren erweiterte Schleich sein Sortiment um die angesagten Ritter- und Fantasy-Figuren, traditionelle Serien wie die Schlümpfe blieben aber dennoch im Programm.

Im Jahr 2006 stieg der britische Finanzinvestor HgCapital und übernahm die Mehrheit an Schleich für einen Preis von rund 165 Millionen Euro. Es war von Anfang an abzusehen, dass es dem Investor ausschließlich darum ging, Gewinne durch den An- und Verkauf von Schleich zu erwirtschaften. Und so verwunderte es Kenner der Branche nicht, dass Schleich bereits 2013 wieder zum Verkauf stand.

Allerdings war noch vor einem Jahr kein Käufer bereit, den geforderten Preis von 200 Millionen Euro zu bezahlen. Für HgCapital hat sich das Warten gelohnt: Wie jetzt bekannt wurde, konnte Schleich erfolgreich an den französischen Konzern Ardian verkauft werden – für satte 220 Millionen Euro!

Doch warum der plötzliche Preisaufschlag?

Insbesondere die neue Unternehmensstrategie des Vorstandschefs Thomas van Kaldenkerken überzeugte den Käufer offensichtlich. Dieser will die Figuren von Schleich zukünftig stärker in sogenannte Spielewelten einbinden und damit mehr Zubehör verkaufen. Der Anteil der Accessoires machte im letzten Jahr gerade einmal acht Prozent des Umsatzes aus.

Und so werden die beliebten Schlümpfe zukünftig auf einen französischen Konzern zurückgehen. Ob es jemand stören wird?

Juli 2014

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